08.09.15

Porträt: Die tausend ungehörten Stimmen des Peter Sellers

Das Chamäleon. Der Mann mit Tausend Gesichtern. Das größte komödiantische Genie des Jahrhunderts. Peter Sellers wird in seiner Heimat England noch heute geradezu verehrt. Es heißt über ihn: „Peter Sellers ist eines dieser selten komödiantischen Genies, die völlig hinter ihren Figuren verschwinden, die dem Publikum keinen Hinweis darauf geben, wer sie im wahren Leben sind.“
Tatsächlich ist der "echte" Peter Sellers selbst den meisten Engländern fremd, so selten erlebt man ihn. Dabei ist er in seiner erfolgreichsten Zeit in England beinahe so populär wie die Beatles.
"Peter Wer?", fragt man jetzt vielleicht. Wie kann es sein, dass einer der berühmtesten Komiker der Welt in Deutschland höchstens als trotteliger Inspektor Clouseau bekannt ist?
Quelle: DVD "Der Rosarote Panther kehrt zurück" © Universal Pictures Germany GmbH
Die Frage ist recht einfach zu beantworten: Schuld ist die Synchro. Denn tatsächlich war es, besonders zu Sellers Glanzzeiten in den Fünfzigern und Sechzigern, unmöglich, ihn hierzulande zu sehen und besonders – zu hören. Man kennt ihn daher vornehmlich aus seiner wohl bekanntesten Rolle, als Inspektor Clouseau, und, mit ein bisschen mehr Einblick, vielleicht noch als Dr. Seltsam. Doch der größte Teil von Sellers' genialem Werk findet in Deutschland nie statt. Viele seiner Klassiker sind Hierzulande nicht einmal auf Video erschienen. Deshalb bieten wir einen Einblick in das Werk eines der größten Komikers des letzten Jahrhunderts und eines der wandelbarsten Schauspieler, die es je gab.

Der wurzellose Bruder


Peter Sellers ist, das darf man wohl so sagen, ein Ausnahmetalent. Er ist Schauspieler, Fotograf, Filmemacher, Musiker, Varieté-Künstler, Komiker – und einer der talentiertesten Imitatoren des Jahrhunderts. Er erhält fünf Golden Globe- und drei Oscarnominierungen (zwei als Schauspieler, einen als Filmemmacher für einen Kurzfilm) und unzählige weitere Preise, seine Talkshowauftritte erzielen regelmäßig Rekordquoten. Kein einziger seiner Auftritte verläuft ohne eine Kanonade von Witzen, Scherzen, Figuren, Imitationen und Lachern. Er war, wenn man überhaupt den Vergleich ziehen kann, der Robin Williams der Fünfziger, Sechziger und Siebziger Jahre. Verglichen mit Deutschland ist er so populär wie Heinz Erhardt, Heinz Rühmann und Freddy Quinn zur gleichen Zeit zusammen.

Peter Sellers wird als Richard Henry Sellers am 8. September 1925 in einem kleinen englischen Küstenort geboren. (Sein Geburtshaus ist noch immer eine von Englands populärsten Sehenswürdigkeiten!) Seine Eltern sind beide Varieté-Künstler, die bereits eine Tragödie hinter sich haben: Ihr erster Sohn, Christian Peter, starb noch vor seinem ersten Geburtstag.
Aus unerfindlichen Gründen rufen ihn beide Eltern trotz seines eigentlichen Namens Peter – und nicht wenige Biographen gehen davon aus, dass Sellers von Geburt an die Rolle seines verstorbenen Bruders spielen musste. In jedem Fall hat er eine extrem enge Bindung zu seiner Mutter, die ihn in Aufmerksamkeit badet und völlig verzieht – Sellers kennt keinerlei Verbote und was auch immer er tut, will oder anstellt, es wird ihm verziehen oder ermöglicht.
Quelle: Blu Ray "I'm Allright, Jack (Junger Mann aus gutem Haus)" © STUDIOCANAL (Nur als UK Import erhältlich)
Sellers findet auch nie die Möglichkeit, Wurzeln zu schlagen. Im Alter von zwei Wochen landet er das erste Mal auf der Bühne als „Requisite“ in einem Auftritt seines Vaters. Das Leben auf Tour macht es Sellers schwer. Seine Eltern haben keinen festen Wohnsitz, alle paar Wochen, maximal Monate, müssen sie auf eine neue Bühne. Sellers zieht immer wieder um, kommt in eine neue Schule, ein neues Umfeld. Das Einzelkind, das sich nie mit anderen anfreunden kann, und nahezu in die Rolle seines Bruders hineingeboren wird, beschäftigt sich hauptsächlich mit sich selbst.

Erste Trommelwirbel


Als Sellers 13 ist, bricht der Krieg aus. Abrupt endet seine Schulbildung. Seine Eltern bringen ihn nach Nordengland, zum Theater eines Onkels, wo Sellers erste echte Bühnenluft schnuppert. Er arbeitet überall im Theater mit, vom Einlass über die Garderobe bis zur Kasse, bevor er erste Aufgaben in der Produktionsleitung übernimmt und auch kleinere Rollen spielt.

Obwohl Sellers sein Leben lang an Bühnen gewöhnt ist, hat er nie große Ambitionen – wohl auch, weil sein Vater ihn nicht gerade motiviert: „Mein Vater sagte mir immer, ich hätte gerade genug Talent, ein Straßenkehrer zu werden“, erklärt er in einem Interview. Seine Mutter hingegen motiviert ihn durchgehend. Sellers zeigt auch schon früh künstlerisches Talent, vor allem im Zeichnen, was ihm in der Schule trotz seiner Faulheit öfter die Haut rettet.
Quelle: DVD "Heavens Above!" © STUDIOCANAL (Nur als UK Import erhältlich)
Irgendwann in den frühen Kriegsjahren findet Sellers ein Schlagzeug am Theater – und beginnt, Drummer zu werden. Eine öfter dort auftretende Jazzband gibt ihm Stunden, und nimmt ihn später sogar mit auf Tournee. Es ist Sellers' erster Ausflug in die Kunst. Bald tourt er mit verschiedenen Kombos durch die Gegend und wird schließlich Schlagzeuger in der Band seines Vaters.
Seine Drumsticks führen Sellers bald über Umwege doch noch in den Krieg. Er erhält ein Engagement bei der „Entertainments National Service Association“. Die ENSA ist eine Organisation, die den Soldaten und Fabrikarbeitern in England mit Showeinlagen Zerstreuung und Abwechslung bringen will. Während dieser Konzerte führt Sellers auch erstmals kleine Comedy-Auftritte auf. Dazu gehört auch eine Imitation des weltberühmten Komikers George Formby, der mit seinen von der Ukulele begleiteten Comedy-Auftritten sogar eigene Kinofilme dreht. Da Sellers' Vater selbst mit einer Ukulele auftritt, und Sellers das Instrument beherrscht, fällt es ihm leicht, eine nahezu perfekte Imitation des Stars abzugeben. Das Publikum ist begeistert.

Als Sellers doch noch der Royal Air Force beitritt (möglicherweise aus Zwang) will er Pilot werden, was seine schlechten Augen aber unmöglich machen. Da ihm die Arbeit beim Bodenpersonal zu langweilig ist, meldet er sich stattdessen bei Ralph Reader, der die „Gang Show“ leitet. Die Gang Show ist eine zu ihrer Zeit legendäre Musik- und Comedytruppe, die die Soldaten im Ausland unterhält. Während des Krieges spielt Sellers so vor Soldaten in Indien, nach dem Krieg tritt er außerdem vor britischen Soldaten in Deutschland und Frankreich auf. Seine Kollegen von der "Gang Show" erinnern sich daran, dass er einer der besten Jazzdrummer gewesen sei, die sie je gehört hätten, doch Sellers' wahres Talent scheint immer dann durch, wenn er Sketche spielt, in denen er Offiziere und Soldaten imitiert.

Sellers löst sich auf


Auffällig ist schon damals, wie tief Sellers in seine Figuren schlüpft. „Man sah, wie er sich verwandelte. Innerhalb von Sekunden änderte sich seine ganze Körperhaltung – er schrumpfte, er wuchs, er strahlte Autorität oder Demütigkeit aus, je nachdem, welche Rolle er gerade verkörperte.“
Quelle: Blu Ray "Lolita" ©Warner Home Video
Vor allem die Stimmen trifft Sellers immer wieder perfekt. Er beherrscht nahezu jeden britischen Dialekt, von den deutschen oder französischen ganz zu schweigen, und kann in Sekundenbruchteilen so glaubhaft von einem schottischen Oberoffizier zu einem Kadetten aus Manchester wechseln, dass man meint, zwei Personen stünden auf der Bühne. Hinzu kommt sein Gespür für Witz und Timing. Sellers meistert mit Leichtigkeit Vier-Personen-Sketche – alleine.

Nach dem Krieg strauchelt er zunächst. Am Theater kann er nicht wirklich Fuß fassen. Er spielt noch immer Schlagzeug und gilt als Englands Antwort auf Gene Krupa, doch alles in allem sind es noch magere Jahre. Und die Ruhe vor dem Sturm.
Anfang 1948 bewirbt er sich bei der BBC, und tritt am 18. März das erste Mal im Radio auf, in einer wöchentlichen Talentshow namens „New to you“. Er konzentriert sich fast ausschließlich auf Imitationen – das Publikum liebt ihn, und er darf erneut auftreten. Doch seine Karriere geht ihm zu langsam voran.
Also ruft er den Radioproduzenten Roy Speer an und gibt sich am Telefon als Radiostar Kenneth Horne aus. Sein glaubwürdiger Auftritt verschafft ihm eine Einladung in die populäre Radiosendung „ShowTime“, und kurz darauf eine regelmäßige Rolle in einer anderen Comedysendung. Im Oktober 1948 hat Sellers es geschafft, in diversen Sendungen regelmäßig im Radio aufzutreten. (Damals das wichtigste Medium überhaupt!) Er wird langsam bekannt.
1950 hat er auch sienen ersten „Filmauftritt“ – damals noch als Synchronsprecher.

1951 gelingt ihm der endgültige Durchbruch: Mit drei anderen Komikern, die er kennengelernt hat, bringt er die „Goon Show“ auf Sendung. (Die Anfangs noch als „Crazy People“ läuft.)
Die „Goon Show“ ist ein frühes Äquivalent zu dem, was zwanzig Jahre später Monty Python so berühmt machen wird: ein quietschbuntes, anarchisches Potpourie aus völlig albernen Sketchen, Witzen und Auftritten. Die Jungs der Goon Show orientieren sich am damals gängigen Humor der Marx Brothers, von Buster Keaton oder Charlie Chaplin. Bizarre Soundeffekte mischen sich mit Wortwitzen, Onelinern und Insidern, die von Sendung zu Sendung aufgebaut werden.
Unter all dem Klamauk steckt jedoch immer deutliche Kritik an aktuellen Themen, vom Alltag bis zur Wirtschaft, Politik, Bildung, dem Klassensystem und natürlich allem, was in Literatur, Film und „Popkultur“ Rang und Namen hat.
Quelle: DVD "Dr. Seltsam oder: wie ich lernte, die Bombe zu lieben" © 1963, renewed 1991 Columbia Pictures Industries, Inc. All Rights Reserved.
Sellers, ohnehin schon erprobt und talentiert, kann hier neun Jahre lang seine Gabe zur Imitation und sein Gespür für Schlagfertigkeit und Witz perfektionieren. Schauspieler, Politiker, Personen der Zeitgeschichte – wenn Sellers am Mikrofon sitzt, meint man, die echten Personen würden ihren Schabernack ins Mikro sprechen. Am Ende erreicht die Sendung sieben Millionen Hörer allein in England, und das Programm wird ins gesamte „Empire“ verkauft.

Gleichzeitig kommen die Goons auch auf die Leinwand. Ihr Humor wird in einer Reihe mehr oder weniger erfolgreicher Filme ausgebreitet, in denen der sprachliche Klamauk auch in körperlichen umgewandelt wird. Sellers bringt die Leute vor allem mit – von Buster Keaton inspirierten – Albernheiten zum Lachen. Er stolpert, purzelt, stürzt und fällt.
So mehrt sich sein Ruhm langsam, und auch seine Art von Humor wird zu einem Markenzeichen. Sellers versteht sich als Imitator und Clown, der auf der Bühne Faxen macht und Leute imitiert. Bis ihm jemand etwas anderes abverlangt.

Ernsthaft witzig stimmig


Sellers' vielleicht wichtigster Film wird die Gewerkschaftskomödie JUNGER MANN AUS GUTEM HAUS, die 1959 in die Kinos kommt. Sellers, mittlerweile ein Superstar in England, mit einer eigenen Radioshow, eigenen Kinofilmen, Tausenden verkaufter Schallplatten und berühmt für seine Faxen, spielt den Gewerkschaftsführer Fred Kite. Das Problem dabei: Kite ist kein Clown. Und der Film keine alberne Klamotte. Als Sellers das Drehbuch liest, beklagt er sich beim Regisseur: “ Wo sind die Witze?“ Doch diesmal gibt es keine. Er soll keinen albernen Haudrauf spielen, sondern eine echte Figur. Sellers bekommt Zweifel. Immerhin wird er hier seines gesamten komödiantischen Arsenals beraubt.
Quelle: DVD "Dr. Seltsam oder: wie ich lernte, die Bombe zu lieben" © 1963, renewed 1991 Columbia Pictures Industries, Inc. All Rights Reserved.
Schließlich versucht er es aber. Gemeinsam mit der Maske entwickelt er seine Figur. Vermutlich schon hier wendet er das an, was er später selbst als seine Technik beschreibt: „Ich beginne mit der Stimme. Ich finde heraus, wie die Figur klingt. Durch die Art, wie sie spricht, finde ich den Rest über sie heraus. Nach der Stimme kommt das Aussehen der Figur. Ich fertige eine Menge Zeichnungen des Charakters an, den ich spiele. Dann setze ich mich mit dem Maskenbildner zusammen, und wir übertragen meine Zeichnungen irgendwie auf mein Gesicht. Danach entwickle ich den Gang der Figur. Der ist sehr wichtig, der Gang. Und dann, ganz plötzlich, geschieht etwas Seltsames. Die Figur übernimmt einfach. Der Mann, den ich spiele, beginnt zu existieren“, erklärt er 1962 in einem Interview.

Tatsächlich sind Stimmen immer das Wichtigste für Sellers. Er ist fasziniert von Stimmen und der Art, wie Menschen reden. Immer wieder spaziert er mit einem kleinen Aufnahmegerät durch London und nimmt die Menschen heimlich beim Sprechen auf. Er eignet sich Tausende verschiedene Arten zu sprechen an, und, wie er selbst sagt, sind diese für ihn das Tor zum Wesen eines Menschen.
In einem seiner frühen Filme, LADYKILLERS, steht er schon 1955 neben Alec Guiness, Cecil Parker und Herbert Lom vor der Kamera und fühlt er sich als „kleiner Radiostar“ neben den großen Filmhelden pudelwohl. Als kleines Abschiedsgeschenk nimmt er für seine Kollegen ein Tonband auf, auf dem er die Stimmen jedes seiner Co-Stars imitiert, und zwar so perfekt, dass die Stars selber keinen Unterschied hören. Von Sellers eigener Stimme ist nichts mehr übrig.

Bereits 1957 ist Sellers berühmt für seine Verwandlungsfähigkeit. Der Kinofilm DIE NACKTE WAHRHEIT wird das erste reine Sellers Vehikel und baut noch auf seinem Stil aus der Goon Show auf. Er spielt einen Quizshow-Host, der es sich zum Markenzeichen macht, seine Gäste zu imitieren, und schließlich erpresst wird. Auf der Jagd nach den Gangstern schlüpft er in diverse Verkleidungen und Rollen. Insgesamt spielt Sellers acht Figuren in dem Film.
Quelle: DVD "Dr. Seltsam oder: wie ich lernte, die Bombe zu lieben" © 1963, renewed 1991 Columbia Pictures Industries, Inc. All Rights Reserved.
Für JUNGER MANN AUS GUTEM HAUSE schlüpft der sonst so alberne Peters Sellers nun mit derselben Inbrunst in die Figur des völlig unalbernen Fred Kite. Und zwar so überzeugend, dass niemand, der ihn privat oder aus seinen sonstigen Filmauftritten kennt, noch Peter Sellers in der Figur sieht. Sellers wird zu Fred Kite. Und was noch wichtiger ist: Als er seine ersten Szenen dreht, bringt er das gesamte Team zum Lachen. Selbst seine Filmpartner können sich kaum noch zusammenreißen, so witzig ist er, und das ganz ohne Blödeleien und Herumgeturne. Peter Sellers erkennt zum ersten Mal, dass er sogar in einer seriösen Rolle witzig sein kann. Dass er tatsächlich eine echte Figur spielen kann, nicht nur eine Rolle, die er imitiert.
Es ist das letzte Puzzlestück für eine Weltkarriere.

Höhepunkt in Rosarot


Sellers erhält für JUNGER MANN AUS GUTEM HAUS den BAFTA als Bester Britischer Schauspieler und vor allem jede Menge Lob der Kritiker. Mit einem Mal erkennt man sein Talent als Charakterdarsteller. In den nächsten Jahren perfektioniert Sellers seine Mischung aus komödiantischem Talent und der Fähigkeit, endlos tief in jede mögliche Figur schlüpfen zu können.
Nach JUNGER MANN AUS GUTEM HAUSE bietet man ihm vermehrt echte Rollen in durchdachten Komödien an und Sellers begeistert die Leute immer wieder. Er spielt ohnehin schon in fünf bis sechs Filmen pro Jahr, doch jetzt wird auch Amerika auf ihn Aufmerksam.
Mit den Sechzigern beginnt Sellers Zenit. 1962 spielt er sogar eine seiner sehr, sehr raren, wirklich ernsten Rollen: In LOLITA arbeitet er erstmals mit Stanley Kubrick zusammen, der ihn für überaus talentiert hält, und wird für seinen Auftritt als Humbert Humberts Widersacher, Rivale und dunkler Spiegel Clare Quilty erstmals für den Golden Globe nominiert.

1963 schließlich erhält Sellers die Rolle, die ihn selbst in Deutschland bis heute berühmt macht: Für Blake Edwards‘ legendäre Komödie DER ROSAROTE PANTHER entwickelt er seine vielleicht populärste Figur: Inspektor Jaques Clouseau. Dabei ist er nicht mal Erste Wahl. Eigentlich soll Peter Ustinov die Figur spielen, steigt aber aus, weil ihm der Film zu albern erscheint. Dass Edwards dann Sellers nehmen kann, beschreibt er später als eine der glücklichsten Fügungen seiner Karriere.
Quelle: DVD "Der Rosarote Panther" © Universal Pictures Germany GmbH
Dass der Film Sellers‘ „Meisterstück“ wird, liegt vielleicht auch daran, dass er ein weiteres Markenzeichen perfektioniert. Sellers selbst erklärt zu der Figur: „Ich wollte Clouseau mit viel Würde spielen, denn ich meine, dass er selbst sich vermutlich für einen der besten Detektive der Welt hält. Das ursprüngliche Drehbuch ließ ihn wie einen Vollidioten dastehen. Ich dachte, dass ein verzeihlicher Stolz ihn menschlicher machen, und ihn anrührend und echt wirken lassen würde.“
Einer von Sellers Biografen sagt dazu: „Sellers ist ein Meister darin, Figuren zu spielen, die keine Ahnung davon haben, wie lächerlich sie sind.“ Und Sam Wesson, ein Sozialhistoriker meint: „In Clouseau verbinden sich hohe und niedere Komik. Die Art, wie Clouseau nach einem albernen Sturz seine Würde bewahrt, macht ihn zur einzig menschlichen Figur im Film.“
All das deutet auf Sellers‘ größtes Talent hin: Er kann die albernsten Charaktere spielen, die über ihre eigenen Füße stolpern und sich in einem Wandschrank verlaufen, doch er spielt sie mit einer Würde, dass man zwar über sie lacht, sie einen aber dennoch anrühren, dass man sie mag, und dass man sie trotz aller Inkompetenz ernst nimmt und mit ihnen mitfiebert. In keiner anderen Figur treibt er diese Gratwanderung so auf die Spitze wie in der des Inspektor Clouseau. Es bleibt seine bis heute bekannteste Figur – wohl auch, weil er am Ende vier Fortsetzungen dreht. (Am Ende seiner Karriere wird er fast vollständig auf diese Rolle beschränkt.)

DER ROSAROTE PANTHER markiert Sellers letzten Durchbruch zum weltweit bekannten Megastar. Direkt im Anschluss dreht er 1964 erneut mit Stanley Kubrick eines seiner Meisterwerke: DR. SELTSAM ODER: WIE ICH LERNTE, DIE BOMBE ZU LIEBEN, in dem er erneut drei komplett unterschiedliche Figuren verkörpert und eine Oscarnominierung erhält. Es folgen EIN SCHUSS IM DUNKEL (erneut als Clouseau), WHAT’S NEW, PUSSYCAT (als der absurde Dr. Fritz Fassbender), JAGT DEN FUCHS und natürlich die frühe „Verarschungskomödie“  CASINO ROYALE (ein Angriff auf Agentenfilme und James Bond).
Quelle: DVD "Der Partyschreck" © Twentieth Century Fox
1968 dreht er, erneut mit Blake Edwards, seinen vorerst letzten großen Hit: DER PARTYSCHRECK muss sich zwar mittlerweile den Vorwurf des „Blackfacings“ gefallen lassen, doch er zeigt Peter Sellers noch einmal in Höchstform, wenn er als ungeschickter indischer Komparse auf eine High Society Hollywood Party eingeladen wird. Schon wenn er nurdasteht, während eine Rolle Klopapier abrollt, ist das witzig. Und "Birdie num num" ist bis heute ein geflügelter Ausdruck im Englischen, den er prägte.

Nur sich selbst kann er nicht spielen


Die folgenden Jahre bezeichnen Sellers langsamen Abstieg, der sich, vermutlich, aus seinem Privatleben speist. Langsam treten, neben Drogen-, Alkohol- und Tablettensucht, auch immer stärkere Persönlichkeitsstörungen auf.
Schon Ende der Sechziger wird Sellers schwierig. Am Set von CASINO ROYALE etwa kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Sellers und Orson Welles, bis Sellers sich weigert, mit Welles an einem Set zu arbeiten. Kurz darauf bricht Sellers seine Arbeit an dem Film komplett ab, bevor seine Rolle überhaupt abgedreht ist. (Was in dem Falle gut überspielt werden kann, da ohnehin mehrere Stars James Bond spielen.) Der sein Leben lang immer eher pummelige Sellers wird immer dünner und schlacksiger. Seine Filme der frühen Siebziger verlieren an Erfolg. Man wirft ihm vor, eher hektisch zu spielen als witzig, und er hat sich erkennbar in seiner früher so kreativen Art zwischen Klamauk und Ernsthaftigkeit verfangen. Was ihm fehlt, ist eine Weiterentwicklung.

Am 5. Oktober 1972 tritt er, zum 50. Geburtstag der BBC, in DIE LETZTE GOON SHOW VON ALLEN auf, einer kleinen Hommage an die Show, die ihn zum Star gemacht hat. Ein Jahr später, seine dritte Ehe läuft gerade nicht so gut, verlobt er sich plötzlich mit Liza Minelli, die bereits verlobt ist. Einen Monat später trennen sich beide wieder, und kurz darauf berichteten Freunde von Sellers, er leide an Nervenzusammenbrüchen. Außerdem wird er immer unberechenbarer. Einen Talkshowauftritt sagt er einen Tag vorher mit der Begründung ab: „Ich kann nicht einfach als ich selbst vor die Leute treten.“ Als man ihm anbietet, er könne auch als jemand anderes kommen, erscheint er als Gestapo-Mitglied verkleidet. Er bleibt eine Weile in seiner Rolle, bevor es ihm tatsächlich gelingt, auszubrechen und den Rest seines Auftritts als „er selbst“ zu absolvieren. Und das sehr erfolgreich.
Quelle: DVD "Was gibt's Neues, Pussycat?" © Twentieth Century Fox
Was seltsam wirkt, ist wohl nur ein Symptom für Sellers berühmten, später immer wieder ähnlich geäußerten Ausspruch: „Ich besitze keine eigene Persönlichkeit, außer der, mit der ich auftrete.“

Im Kino geht sein Marktwert immer weiter in den Keller, und Sellers, der noch vor wenigen Jahren mehr als eine Million Dollar pro Rolle erhält, muss nun weniger als ein Zehntel davon als Gage akzeptieren.

1974 schließlich zieht er die Reißleine und nimmt Kontakt zu Blake Edwards auf. Er will und soll wieder zu seiner berühmtesten Figur zurückkehren. Tatsächlich katapultiert ihn DER ROSAROTE PANTHER KEHRT ZURÜCK erneut  an die Spitze der Kinocharts und bringt ihm eine Golden Globe Nominierung ein. Kurz darauf dreht er mit EINE LEICHE ZUM DESSERT einen weiteren, und seinen womöglich letzten Klassiker. Die überdrehte Komödie gilt noch heute als Kultfilm.
Im selben Jahr arbeitet Sellers erneut mit Edwards zusammen, erneut als Clouseau: INSPEKTOR CLOUSEAU – DER BESTE MANN BEI INTERPOL zeigt, wie tief Sellers‘ Karriere in der Krise steckt, und die Freundschaft zu Edwards zerbricht endgültig. Edwards erklärt Sellers‘ geistigen Zustand während der Dreharbeiten so: „Wenn Sie in eine Irrenanstalt gehen, und mir den ersten Patienten beschreiben, den Sie sehen, dann wissen Sie, zu was Peter inzwischen geworden ist. Er war völlig unzurechnungsfähig.“
Sellers, dessen körperliche Verfassung immer schlechter wird, kann unerträglich werden. Man beschreibt ihn als unprofessionell und kindisch, und immer wieder droht er damit, das Projekt einfach abzubrechen.

Sellers hat nicht nur mit seiner Drogensucht zu kämpfen, man vermutet außerdem, dass er zwanghafte Persönlichkeitsstörungen hat, schwer hypochondrisch ist, und immer mehr, immer stärkere Medikamente einnimmt. Sein Privatleben liegt in Trümmern. Er neigt zu Egoismus, zu Wutanfällen und Drohungen. Freunde werfen ihm vor, dass er einem das Leben zwar zur Hölle machen kann, aber am Ende müsse man doch immer über ihn lachen – und sei es mit zusammengebissenen Zähnen. Ähnlich wirkt seine Karriere, die mittlerweile auf seine bekannteste Rolle zusammengeschrumpft ist.
Quelle: DVD "The Wrong Box" © Sony Pictures Home Entertainment (Nur als UK Import erhältlich)
Sein unzumutbares Verhalten am Set ist weithin bekannt und Sellers kann kaum noch Rollen ergattern – vielleicht besonders tragisch, da er gerade an diesem Tiefpunkt seines Lebens die Arbeit gebraucht hätte. Doch seine ROSAROTER PANTHER Filme bleiben erfolgreich, und auch für den vierten Teil erhält er eine Golden Globe Nominierung.

Im März 1977 erleidet Sellers seinen zweiten schweren Herzinfarkt, und bekommt einen Schrittmacher. Drogen, Alkohol, Depressionen und Karrieknick fordern ihren Tribut. Kaum erholt, beginnt er mit der Arbeit an INSPEKTOR CLOUSEAU – DER IRRE FLICK MIT DEM HEIßEN BLICK. Der Film wird zwar erfolgreich, doch Kritiker und Sellers selbst werden der Figur langsam müde. Sellers will den Clouseau nicht noch einmal spielen.
Obwohl auch die Produzenten wissen, dass Sellers‘ Persönlichkeitsstörungen vielleicht unabdingbarer Teil seines Genies sind, raten sie ihm immer wieder an, sich professionelle Hilfe zu suchen, doch Sellers weigert sich. In diesem Rahmen erklärt Sellers, er könne keine Persönlichkeitsstörungen haben, da er keine eigene Persönlichkeit habe, daher brauche er starke Rollen, die er spielen kann.

Selbst als er 1978 einen Auftritt in der MUPPET SHOW erhält (die pro Folge einen berühmten Gaststar einlädt), erscheint er nicht als er selbst, sondern in etlichen verschiedenen Figuren und Verkleidungen. In einer besonders anrührenden Szene kommt es zu einem kurzen Dialog mit Kermit dem Frosch:
Kermit: „Peter, ich liebe deine wilden Verkleidungen und Auftritte, aber weißt du, hinter der Bühne kannst du dich entspannen und einfach du selbst sein.“
Peter: „Mhm, mhm. Aber weißt du, Kermit, das wäre ganz und gar unmöglich. Ich könnte niemals ich selbst sein. Weißt du, es gibt mich nicht mehr. Ich existiere gar nicht. Es gab einmal ein „Mich“, aber ich habe es chirurgisch entfernen lassen.“

Die Krönung einer Karriere


Einen letzten großen Auftritt hat Sellers 1979 an der Seite von Shirley Maclaine. Schon Anfang des Jahrzehnts will er unbedingt das Buch BEING THERE von Jerzy Kosinski mit Hal Ashby als Regisseur verfilmen. Jetzt hat er endlich die Chance und spielt die Hauptfigur Chance in WILLKOMMEN, MR. CHANCE. Sellers versinkt komplett in der Rolle, bleibt die ganzen Dreharbeiten über in seiner Figur, lehnt Interviewanfragen und Kontakt zu seinen Kollegen ab, erarbeitet sich die Figur auch in der drehfreien Zeit bis hin zur letzten sprachlichen Nuance. Er arbeitet mit einem Aufnahmegerät, seiner (vierten) Frau, und langen Gesprächen mit dem Regisseur.
Quelle: DVD "Eine Leiche zum Dessert" © Sony Pictures Home Entertainment
Am Ende sind nicht nur seine Kollegen begeistert (Shirley MacLaine meint, er wäre ein hervorragender Kollege gewesen), sondern auch das Publikum und die Kritiker. Sellers erhält seine zweite Oscarnominerung als Schauspieler und liefert seinen vermutlich besten Film ab. Etliche andere Preise gewinnt Sellers, darunter endlich auch den Golden Globe – in seiner fünften Nominierung. Die Kritiker loben den Film als „die Krönung von Peter Sellers' unglaublicher Karriere“, unwissend, wie recht sie damit haben werden.

Als er seine fünfzehn Jahre alte Tochter Victoria nach ihrer Meinung fragt, erklärt sie, der Film sei okay, er aber habe „wie ein kleiner fetter Mann“ ausgesehen. Sellers überschüttet sie mit seinem Drink und schickt sie mit dem Flugzeug nach Hause. Als seine zweite Tochter ihm erklärt, dass sein Verhalten nicht in Ordnung war, schickt er ihr ein Telegramm: „Nach dem, was heute Morgen mit Victoria geschehen ist, wäre ich froh, wenn ich nie wieder von dir höre. Ich werde dir nicht sagen, was ich von dir halte. Es ist wohl offensichtlich. Lebwohl, dein Vater.“

Sellers' letzter Film beginnt in einer Katastrophe, und wird durch seine Beteiligung nicht besser – erneut spielt er in DAS BOSHAFTE SPIEL DES DR. FU MAN CHU, an der Seite von Helen Mirren, zwei Rollen gleichzeitig, den Guten und den Bösen. Schon vor Drehbeginn steigen zwei Regisseure aus, den dritten lässt Sellers irgendwann wutentbrannt feuern und übernimmt selbst die restliche Regie. Der Film wird von der Kritik zerfetzt und führt zu Aussagen wie: „Man kann sich nur schwer einen Schauspieler vorstellen, der so gut ist wie Peter Sellers und so viele schlechte Filme gemacht hat wie er.“ Es bleibt Sellers letzter Film.
Nach einer Reihe von Werbespots erleidet er Ende Juli 1980 seinen dritten Herzinfarkt. Sellers ist 54 Jahre alt und auf dem Weg zu einem Treffen mit seinen alten Kollegen der Goon Show. Wenige Stunden zuvor bricht er zusammen und stirbt zwei Tage später, am 24. Juli 1980, in einem Krankhaus in London.
Quelle: DVD "Willkommen, Mr. Chance" © Warner Home Video
Peter Sellers ist ein Phänomen, dessen Spuren bis heute erkennbar sind. Seine Goon Show ist die direkte Inspiration für eine neue britische Comedywelle, etwas, das heute gerne als „typisch britischer Humor“ bezeichnet wird: anarchisch, schräg und immer eine Spur bitter. Insbesondere Monty Python berufen sich immer wieder auf dieses Vorbild.
Komiker und Schauspieler wie Spinal Tap, Sascha Baron Cohen, Conan O’Brien oder David Schwimmer haben immer wieder erklärt, dass sie im Grunde ihres Herzens versuchen, Peter Sellers nachzuahmen.
Seine Mischung trotteliger, herzerwärmender Figuren erlebt insbesondere in den frühen Neunzigern mit Filmen wie HOT SHOTS oder der Figur des Lt. Frank Drebbin aus DIE NACKTE KANONE ihre Rennaissance. Die von Sellers kreierte anarchische Komik gilt als direkter Einfluss von Werken wie „Per Anhalter durch die Galaxis“ oder anderen Büchern von Neil Gaiman, Douglas Adams und Terry Pratchett.
Selbst deutsche Klassiker wie Loriots „Das Bild hängt schief“ stehen in direkter Tradition der von Sellers entwickelten „liebenswürdigen Trotteligkeit“, und Loriots Klassiker wirkt tatsächlich wie eine Kurzform von DER PARTYSCHRECK.

Dem Genie eine Stimme schenken


Peter Sellers in Gänze zu portraitieren wäre ein Fass ohne Boden – seine Ehe mit Britt Ekland, seine Affäre mit Sophia Loren, seine Arbeiten als Fotograf und Filmemacher (er hielt nahezu sein gesamtes Leben mit einer Heimvideokamera fest – er liebte es, Aufnahmen seiner Kinder mit witzigen Texten spontan zu kommentieren – einige der Aufnahmen sind in der dreiteiligen Doku THE PETER SELLERS STORY zu finden), aber auch seine enge Bindung und Geschäftsbeziehung mit seiner Mutter können hier nicht erschöpfend ergründet werden – es gäbe noch tausend Dinge, die man berichten könnte.
Quelle: DVD "Willkommen, Mr. Chance" © Warner Home Video
Peter Sellers ist, wie erwähnt, ein Genie, um das uns die Sprachbarriere in Deutschland weitestgehend betrogen hat. Ein Meister der Imitation, der hierzulande auf seine erfolgreichsten Klamaukfilme beschränkt ist. Doch man kann Peter Sellers' Genie nur erkennen, wenn man sich seiner Sprache auch aussetzt. In Deutschland hörte man nie, wie Sellers andere britische oder amerikanische Stars imitierte. Wie er bei jedem Auftritt mit einer anderen Stimme, einer anderen Figur sprach.

Gerade weil nicht jeder von Sellers' Filmen ein Meisterwerk ist, und weil ein großer Teil seiner erstaunlichen Arbeit im britischen Radio und Fernsehen stattfand, ist er einer jener einmaligen Stars, die man in Deutschland nie auf ihrer vollen Höhe erleben durfte.
Und obwohl wir viel vom deutschen Film halten, und an der Qualität der deutschen Synchronisationen keinen Zweifel hegen, weisen wir darauf hin: Wer Peter Sellers erleben will, muss ihn, wenn möglich, im Original sehen – und vor allem hören. Nur dann erkennt man das Genie, das Jahrhunderttalent hinter dem Komiker, der für uns immer nur die liebenswerten Trottel spielte.

Kommentare:

  1. Hey Duoscope,
    du wurdest vom Filmaffen nominiert für den Liebster Blog Award: http://wp.me/p5Axm7-2NB

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    1. Super, dankeschön, hatten wir grade schon entdeckt! Wir freuen uns schon darauf, deine Fragen zu beantworten! :)

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  2. Was für eine schöne und adäquate Würdigung für Peter Sellers!

    Bereits in einem frühen Stadium seiner Karriere hat bewiesen, dass er durchaus zu Kammertönen fähig war. In "The Battle of the Sexes" ("Mr. Miller ist kein Killer") (1959) sowie in "Waltz of the Toreadors" ("Walzer der Toreros" (1962) spielt er jeweils Männer, die weitaus älter sind als er es damals war. In beiden Filmen finden sich neben ausgelassenen Komödienmomenten Augenblicke von Sanftheit und sogar Tragik.

    Erwähnen sollte man unbedingt noch seinen Auftritt als Lionel Meadows in dem Film Noir "Never Let Go" ("Der Marder von London") aus dem Jahre 1960, in dem er auf unglaublich faszinierende Weise einen charismatischen und diabolischen Gangster verköpert. Leider war dem Film kein Erfolg an der Kinokasse beschieden, da das Publikum in seinem typischen Schubladen-Denken den zuvor stets in Komödien brillierenden Sellers nicht als Negativcharakter akzeptieren wollte, obwohl er den dämonischen Boss einer Autoschieberbande grandios spielt. Hätte der Film mehr Erfolg gehabt, wäre Sellers das vergönnt gewesen, was sein erklärtes großes Vorbild Alec Guinness erreicht hatte: vom Komiker zum Charakterdarsteller zu avancieren. So gelang es ihm erst in seinem vorletzten Film "Being There" ("Willkommen, Mr. Chance")

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    1. Hab Dank für Lob und die tollen Ergänzungen!

      Wir hätten wirklich am liebsten nochmal so viel zu und über Sellers erzählt, mussten uns aber aus Platzgründen auf bestimmte Filme und Aspekte beschränken, von daher freuen wir uns sehr, dass du seine schillernde Biografie noch etwas feiner zeichnest! :)

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  3. Sehr gern geschehen! Erwähnen sollte man unbedingt auch noch die Tragikomödie "Hoffman" (1970), in der Peter Sellers ebenfalls sehr zurückgenommenen agiert und daher umso ergreifender auf den Zuschauer wirkt. Leider war auch diesem Film kein Erfolg an der Kinokasse beschieden.

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