23.12.15

Kinokritik: Carol (USA 2015) - Der eiskalte Kritikerliebling

Manchmal geschieht einem als Filmkritiker etwas Seltsames.
Da erscheint ein Film, der in Lobeshymnen ertränkt wird. Der sämtliche Preise abräumt, der auf Festivals für Begeisterungsstürme sorgt, und über den niemand ein einziges Wort verliert, das weniger als eine dahinschmelzende Liebeserklärung ist.
2015 ist CAROL dieser Film. Umso größer war unsere Vorfreude. Und umso größer ist unsere Verwunderung nach dem Abspann, darüber, einen seltsam kalten, künstlichen, gefühlsleeren Film gesehen zu haben, der uns nur bedingt gefallen hat. Dabei ist CAROL durchaus ein gut gemachter Film. Trotzdem kann er einem Zuschauer Probleme bereiten. Wir wagen einen Erklärungsversuch.
© Wilson Webb  DCM
Marcos Blick:

Geht man nach den Filmkritiken und Feuilletons, dürfte CAROL wohl der beste Liebesfilm der letzten Jahre sein. Überall werden seine schwelgenden Bilder, seine tiefe emotionale Kraft und das Versinken in der verbotenen Liebe zweier Frauen gelobt.

Bei uns kam bedauerlicherweise nichts von all dem an. Womit das Hauptproblem des Films bereits auf den Punkt gebracht zu sein scheint: Wird man von CAROLs eiskalter, glattgebügelter, makelloser und vor Zigarettenqualm und Fifties-Flair triefender Attitüde gepackt, mag er einen tatsächlich so dahinschmelzen lassen, wie es so vielen Kritikern aktuell geht.
Gelingt das dem Film jedoch nicht, schaut man zwei Stunden zwei übertrieben stilvoll in Szene gesetzten Fremden zu, die sich aus unerfindlichen Gründen zueinander hingezogen fühlen.


Kein schlechter Film


Doch beginnen wir am Anfang. Denn: CAROL ist alles andere als ein schlechter Film!

CAROL handelt – trotz seines Namens – von der jungen Therese. Diese lebt im Jahr 1953 als kleines Licht unter vielen in New York, hat einen Freund, zu dem sie sich nicht hingezogen fühlt, und der sie heiraten will. Eines Nachmittags in der Vorweihnachtszeit begegnet sie auf ihrer Arbeit – Therese arbeitet in der Spielwarenabteilung eines Kaufhauses – einer wohlhabenden, rätselhaften Frau, die sie augenblicklich fasziniert. Die Fremde hinterlässt bei Therese ihre Adresse, an die sie ein Spielzeug für ihre Tochter geschickt haben will, und ihren Namen: Carol.
Aus einem Impuls heraus schickt Therese der deutlich älteren Frau eine Weihnachtskarte – und rutscht in eine problematische Beziehung, die ihr die Augen über ihre eigene Sexualität öffnet.
© Wilson Webb  DCM
Die Geschichte erscheint erstmals 1952 unter dem Titel „Salz und sein Preis“ von Claire Morgan, was jedoch nur das Pseudonym der noch am Anfang ihrer Karriere stehenden Thrillerautorin Patricia Highsmith ist. Highsmith gibt an, dass sie von einer Beobachtung inspiriert worden sei – eine irgendwie fehl am Platz wirkende, reifere, wohlhabende Dame in der Spielwarenabteilung eines Kaufhauses, in dem sie arbeitete. Highsmith, die selbst bisexuell war, verwendete die persönlichen Erfahrungen einer ehemaligen Liebhaberin, die aufgrund ihrer Sexualität einen erbitterten Sorgerechtsstreit mit ihrem Mann führte, um ihre Figur Carol mit Leben zu füllen. Die meisten Details der Geschichte von „Salz und sein Preis“ sollen ihr in ähnlicher tatsächlich zugestoßen sein. Mit Highsmiths Vita in der Figur der Therese und der Geschichte ihrer Ehemaligen in der Figur der Carol trägt der Roman also sehr starke autobiographische Züge.

Highsmith, die immer ein wenig unzufrieden mit den Verfilmungen ihrer Romane war, traf in den Siebzigern die Journalistin Phillys Nagy. Auf Highsmiths Wunsch hin verfasste Nagy Ende der Neunziger, also bereits nach Highsmiths Tod, ein Drehbuch zu dem Roman, den die Autorin 1990 unter dem Titel „Carol“, diesmal unter ihrem eigenen Namen, noch einmal neu aufgelegt hatte.

Regisseur Todd Haynes erklärt, dass er, obwohl es in der Geschichte um Therese gehe, CAROL für den perfekten Titel halte – nicht nur habe Highsmith selbst ihren Roman später so genannt, sondern es streiche heraus, dass der Film zwar von Therese erzähle, aber Carol zum Objekt der Begierde mache.

Ein künstlerisch künstlicher Film


Und irgendwo an diesem Punkt beginnen die Schwierigkeiten von CAROL – zumindest für uns, und vermutlich noch einige andere Zuschauer.
Mit Rooney Mara und Cate Blanchett bietet der Film zwei der aktuell vermutlich talentiertesten Darstellerinnen Hollywoods auf, um der Liebesgeschichte Leben einzuhauchen. Und trotzdem bleibt die Geschichte bis zum Ende erschreckend leblos.
© Wilson Webb  DCM
Mara spielt die Rolle der etwas naiven, aber immer mehr zu sich findenden Therese hervorragend – nur leider kommt man kaum in sie hinein. Der Film arbeitet mit den leisesten aller Töne. Oft genug so leise, dass, wenn man Pech hat, man nichts mehr davon vernimmt.
Jede Geste, jeder Blick, alles ist verdeckt, angedeutet, sanft und leise. Rooney Mara (ursprünglich soll Mia Wasikowska die Rolle spielen, doch als der Film erneut verschoben wird, muss sie schließlich aussteigen) spielt ihre Therese – vom Maskenteam mit der Optik einer jungen Audrey Hepburn versehen – kühl, schweigsam und immer wieder derartig künstlerisch, dass es meistens schon künstlich wirkt.
Natürlich ist es genau dieses Spiel, das die Kritiker begeistert, die davon schwärmen, wie mit zarten Blicken und mikroskopisch kleinen Gesten und Nuancen ein flammender, mysteriöser Flirt dargestellt wird. Das mag auch alles möglicherweise so sein – wir haben davon leider nichts bemerkt. Das muss nicht die Schuld des Filmes sein, und doch besteht eben die Gefahr, dass man als Zuschauer von all den so umjubelten „Emotionsstürmen“ des Films nichts das Geringste mitbekommt, weil sie so zart und leise daherkommen.

Noch problematischer wird das durch das – gewohnt herausragende – Spiel von Cate Blanchett. Blanchett ist, wie man nach Rollen wie Elizabeth I., Galadriel und nicht zuletzt ihrem sagenhaften Spiel in TAGEBUCH EINES SKANDALS oder BLUE JASMINE weiß, geradezu prädestiniert dafür, sinnliche, ätherische, transzendente und überirdische Figuren zu spielen. Und genau das tut sie auch in CAROL.

Auch weil bereits Therese so kühl, unnahbar und ohne besondere, innere Einblicke gespielt wird, gerät Blanchetts titelgebende Carol endgültig zum Rätselraten. Blanchett spielt ihre Carol beinahe den gesamten Film hindurch mit der stoischen Maske einer gut situierten Dame, die in den frühen Fünfzigern ihre Homosexualität überdecken muss. Dummerweise lüftet sie diese Maske, von einer kurzen Szene gegen Ende des Films abgesehen, für keine Sekunde. Weder Therese gegenüber, noch dem Zuschauer. Sie spaziert mit ununterbrochen stolzem Kalkül durch den Film, in Pelzstola, Pelzmantel und Hütchen gekleidet,  mit stoischer Miene, gerecktem Kinn und adeliger Haltung. Tüdelü.
© Wilson Webb  DCM
Das soll - und es würde zu Highsmith passen - vermutlich rätselhaft, erwachsen und mysteriös wirken. Uns jedoch hat es nur mit Fragezeichen beliefert.
Am Ende des Films waren uns beide Figuren so fremd wie zu Beginn. Wie erwähnt, kommt es nur in einer Szene am Ende des Films zu einem Moment, wo beide Figuren kurz ihre Masken fallenlassen, in denen sie klar und deutlich lesbar sind. Doch bis dahin konnten wir schlicht nicht mit ihnen mitfühlen. Wir konnten keinen emotionalen Bezug zu diesen fremden Frauen aufbauen, uns erschien Carols stolze Attitüde eher befremdlich und unsympathisch, wodurch wir uns wunderten, was an ihr so attraktiv für Therese sein sollte. Aber wir erfahren ja auch bis zum Ende nicht, was für Therese anziehend oder interessant ist.
So sahen wir einen Liebesfilm zwischen einer unterkühlten, rätselhaften Figur, die man nicht greifen kann, und einer  unterkühlten, rätselhaften Figur, die man nicht greifen kann und die dazu noch unsympathisch war. Denkbar schlechte Voraussetzungen für eine Romanze, die uns erleichtert aufseufzen ließen, als der Film endlich vorbei war.

Das winterliche Setting, Todd Haynes' karge, einlullend ruhige Inszenierung und die (hervorragend eingestreute!) kühle Fünfzigerjahre-Mentalität taten ihr Übriges, es uns schwer zu machen, sich einzufühlen.
Vor allem aber fehlt dem Darstellerteam leider jegliche Chemie. Das daramatisch kühle Spiel wirkt durchgehend wie eben das: Schauspiel. Zu keiner Zeit fühlten sich die Figuren echt oder glaubwürdig an, oder wie aus dem Leben gegriffen. Immer haftete ihnen eine dicke Patina von Künstlichkeit an, was einen permanent daran erinnerte, dass man hier eine künstlerisch hochgezüchtete, fiktive Geschichte vor sich hatte. Wir spürten weder Mitleid noch Mitgefühl für Carol, wir konnten Thereses Neugier oder Orientierungslosigkeit nicht spüren.
© Wilson Webb  DCM
Bei den Nebenfiguren bekommt der Film kein Bein auf den Boden. Einige wiederkehrende Männerfiguren sind derart farblos, dass man sie dauernd verwechselt oder gar nicht wiedererkennt, und die Entscheidung, die doch bedeutende Rolle des Harge mit Kyle Chandler zu besetzen, wirft ebenfalls Fragen auf. Chandler ist ein durchaus sympathischer Mime, doch leider ist sein Spiel derart begrenzt, dass er in der Rolle von Carols eifersüchtigem Ehemann schlichtweg überfordert ist. Ein weiterer Punkt, der es einem verweigert, in den Film hineingesogen zu werden.

Die gesamte Künstlichkeit gipfelt in einer Liebesszene, die – leider, muss man sagen – an Unnatürlichkeit kaum zu überbieten ist. Zu gestellt wirkt die Kamera, das Licht, das Spiel, und der Regisseur hätte ebensogut die Verträge der Schauspielerinnen an die Leinwand tackern können, auf denen man exakt lesen kann, welche der beiden ihre Brüste in die Kamera zu halten hatte, und welche sich um diese Klausel herumdrücken konnte. Eine Liebesszene, die derart deutlich den Vertragstext und die Kamera aufzeigt, ist jedoch alles andere als sinnlich und schrammte für uns leider knapp an der Lächerlichkeit vorbei ... Am Ende wünschten wir uns, dass die Szene ganz einfach komplett ohne Nippel gedreht worden wäre. Das hätte sie weniger künstlich erscheinen lassen, und es gibt ohnehin keinen Grund dafür, dass eine der beiden sich nackig präsentieren muss. Stattdessen hätte man versuchen können, die Szene irgendwie – sinnlich zu gestalten. So fühlten wir uns unangenehm voyeristisch; als würden wir zwei Schauspielerinnen bei der Arbeit zuschauen.

All das ist umso tragischer, wenn man – um dem Queer-Genre treu zu bleiben – jüngere Meisterwerke wie LIBERACE – ZUVIEL DES GUTEN IST WUNDERVOLL oder den bald anlaufenden und großartigen THE DANISH GIRL als Vergleich heranzieht: In beiden Filmen werden fesselnde Beziehungen zwischen spürbaren, das Herz anrührenden Figuren gezeigt, die uns buchstäblich zu Tränen rühren konnten.
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In CAROL war davon für uns leider nichts zu finden, so dass wir irgendwann begonnen haben, uns einfach an der kühlen Atmosphäre der Bilder, der wundervollen Musik und der atemberaubenden Kameraarbeit zu erfreuen. Denn auf all diesen Ebenen punktet der Film absolut. Auch das Schauspiel der beiden Hauptdarstellerinnen ist nicht grundsätzlich schlecht. Nur ist die Art, wie der Film die beiden inszeniert, riskant. Denn all die Gefühle sind – und das mag dem Setting der Fünfziger ebenso geschuldet sein wie der Vorlage von Patricia Highsmith – derart reduziert, dass, wie gesagt, die Gefahr besteht, man könne sie schlicht verpassen.

Ein wichtiger Film


Was CAROL jedoch unbedingt auszeichnet, ist, dass er ein unendlich wichtiger Film ist!
Unabhängig von unserer persönlichen Einschätzung (die ja von vielen auch gar nicht geteilt wird) braucht diese Welt einfach mehr gleichgeschlechtliche Liebesfilme. Wie erwähnt waren wir von Steven Soderberghs Fernsehproduktion LIBERACE hellauf begeistert. Und eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen ist eine der besten Gelegenheiten, endlich gute Rollen für Frauen zu schreiben! Denn, das sei zugegeben: Beide Rollen in CAROL sind sehr dankenswerte in einer Welt, in der Frauen noch immer vor allem als Staffage in Filmen dienen.  Von daher ist der große Kritiker- und Juryerfolg für CAROL so wichtig (auch wenn wir persönlich THE DANISH GIRL die Ehre vieler Preisverleihungen eher wünschen würden).

Schon die Bedeutung von Highsmiths Roman ist bei seinem Erscheinen 1952 nicht hoch genug einzuschätzen. „Salz und sein Preis“ ist zwar nicht der erste lesbische Liebesroman jener Zeit, doch einer der ganz wenigen, die zumindest die Möglichkeit eines Happy Ends anbieten.
© Wilson Webb  DCM
Dass die Filmversion CAROL 14 Jahre braucht, um realisiert zu werden, beweist, wie schwer es ein derart auf Frauen ausgerichteter Film in Hollywood immer noch hat. Und daran muss sich endlich etwas ändern. Der größte Vorwurf, den man CAROL in dieser Hinsicht machen kann, ist vielleicht, dass er diese große Chance "nur" nutzt, einen so verkünstelten Arthouse-Film daraus zu machen, dessen Publikum sich außerhalb der LGBT-Szene vermutlich in sehr engen Grenzen halten wird. Da war Ridley Scott mit seinem in groben Zügen annähernd vergleichbaren THELMA & LOUISE 1991 schon deutlich weiter.

Fazit


So können wir als Fazit eigentlich nur sagen: CAROL ist mit Sicherheit kein schlechter Film. Nur leider trifft er einige Entscheidungen, die uns das emotionale Erlebnis, das er verspricht, verweigert haben. Irgendwo in diesen zwei Stunden steckt mit Sicherheit eine berührende Geschichte über eine junge Frau, die eine ältere Frau in deren Kampf um ihr Kind begleitet und darüber hinaus ihre Liebe zu ihr entdeckt. Leider hat sie sich uns nur in so hauchzarten Strichen offenbart, dass sie nicht spürbar wurde. Daher bleibt THE DANISH GIRL für uns der bisher beste Liebesfilm des Jahres (wenn man ihn denn als solchen begreifen will).
Wem sich CAROL jedoch emotional öffnet, für den kann man sich freuen, denn all diese Leute können einen atmosphären Liebesfilm genießen. Für uns bleibt CAROL, gerade angesichts der Begeisterung, eine persönliche Enttäuschung. Und auch wenn er vielen Zuschauern so viel mehr zu geben scheint als uns, prohpezeien wir ihm, dass er zu wenig bietet um ein Klassiker zu werden. Für den Augenblick ist er ein ein emotional sperriger, aber hervorragend gemachter, künstlerisch wertvoller Film, der auch weiterhin Jurys und Kritiker begeistern wird und hoffentlich möglichst viele Nachahmer findet!

Kommentare:

  1. Hallo Marco und Bianca,

    ich möchte jetzt auch noch meinen Senf dazu geben, denn ich fand den Film eigentlich ganz gut (https://filmkompass.wordpress.com/2016/01/01/carol-2015/), obwohl ich nach den ersten fünfzehn Minuten schonmal auf die Uhr geschaut habe, weil noch nicht wirklich was passiert ist. Todd Haynes hat sich dazu entschlossen eine Rahmenhandlung um die eigentliche Handlung zu legen und das verbraucht einfach Zeit. Hätte er einfach angefangen mit der ersten Begegnung von Therese und Carol und die Geschichte stur chronologisch durcherzählt, hätte man sich die Rückblenden und Ausblicke sparen können. Aber vielleicht liegt das auch an der Buchvorlage, die ich persönlich nicht kenne.

    Gerade den Kontrast aus unscheinbarer Verkäuferin und mondäner Diva fand ich spannend. Man traut Cate Blanchett durchaus zu, dass sie eine Frau mit wenig Selbstbewusstsein (Therese weiß ja nicht, was sie will, ob sie heiraten soll, ob sie ihre Fotos veröffentlichen soll usw.) verführen kann. Außerdem wird der Beziehung Zeit gegeben. Am Anfang ist es einfach nur eine Bekanntschaft, die dann zur Freundschaft und dann zur Affäre wird. Mir persönlich fehlte ein bißchen der Bezug auf die Konventionen der damaligen Zeit. Dass gleichgeschlechtliche Liebe keinen Platz in der Gesellschaft hatte, ist klar, aber z.B. auch zur Rolle der Frau hätte ich mir mehr gewünscht. Einmal wird kurz was von Haushaltsgeld erzählt, dass der Mann seiner Frau kürzen darf. Ich hätte mir dahingehend noch mehr solche Anspielungen und Informationen gewünscht um auch den Gesamtkontext zu betonen und nicht nur die Liebesbeziehung.

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  2. Hallo Franziska,

    uns fehlte einfach die Chemie zwischen den Schauspielerinnen und die Gefühle zwischen den Figuren. Die hat uns nicht erreicht. Wir hatten schlicht nicht das Gefühl, dass die Figuren interessant oder liebenswert sind, oder sich füreinander interessieren.

    Gerade, weil wir kurz zuvor THE DANISH GIRL gesehen hatten, wo die Emotionen deutlich spürbarer waren und auch die Chemie besser passte, fiel das unangenehm auf. Und uns waren die in CAROL dargestellten Frühfünfziger einfach zu verkünstelt eisig gezeichnet.

    Witzigerweise konnten wir gerade gestern BROOKLYN gucken, der zur selben Zeit spielt und ebenfalls eine (zugegebenermaßen heterosexuelle) Frauengeschichte in New York erzählt, noch dazu unter dem Schirm des irischen Katholizismus. Also durchaus ähnlich schroff. Hier kamen die Restriktionen der Zeit allerdings deutlich glaubhafter, realistischer und spürbarer rüber.

    CAROL lässt uns emotional einfach völlig kalt.

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  3. BROOKLYN steht auch definitiv auch auf meiner To-watch-Liste. Danke für den Filmtipp.

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