12.06.16

Blue Steel (USA 1990) - Der Psychothrill der Frauen

Unter dem Motto „Starke Bilder, Starke Frauen“ luden die Kollegen vom hörenswerten Blog Schöner Denken zu der Aktion „Ein Film, viele Blogger“ ein. In der dritten und letzten Runde geht es dabei um den extrem passenden Film BLUE STEEL. Keine Frage, dass wir da mitmachen.

BLUE STEEL ist ein heute etwas untergegangener Kultfilm von 1990 – dessen Kultphase allerdings auch überschaubar blieb. Dennoch erweist er sich bei Erscheinen als überaus populär und heißer Geheimtipp im noch jungen Heimvideo-Zeitalter. Einer jener Filme, die bei jeder Ausstrahlung am Freitagabend noch zum „Tipp des Tages“ der Fernsehzeitschrift auserkoren werden.
Kein Wunder, immerhin ist er seinerzeit einer der härtesten und tatsächlich tiefgründigsten Filme eines extrem populären Genres: dem psychologischen Thriller. Und es ist ein klassischer Männerfilm, aus weiblicher Sicht, inszeniert von einer Frau, die er ebenso zum Star macht, wie seine Hauptdarstellerin. Grund genug also, sich zu fragen: Wieso ist das eigentlich so was Besonderes?
Quelle: Blu Ray „Blue Steel“ © Concorde Video

01.06.16

Kinokritik: Green Room (USA 2015) - Des Elends blutiges Kind

Mit BLUE RUIN liefert Jeremy Saulnier 2014 ein kleines, psychlogisches Meisterwerk ab, das für jede Menge Begeisterung sorgt. Auch uns haut Saulniers zweiter Film damals im besten Sinne aus den Socken.
Entsprechend hoch sind die Erwartungen an GREEN ROOM. Bedauerlicherweise gerät der Streifen zur Qual – nicht nur wegen der vielgepriesenen Brutalität, die irgendwann so stumpf wird, dass sie einen völlig kalt lässt. Nein, der Film selbst ist einfach derartig mies, dass wir nur mit Mühe bis zum Ende durchhalten konnten.
© 2016 Universum Film / 24 Bilder

22.05.16

Zwischenschau: Geliebte Klassiker und der 2. Cinefonie-Tag – Herzgespräch über die Faszination alter Filme

Remakes, so scheint es, beherrschen das Kino unserer Zeit wie kaum ein anderer Trend, und kaum einem Filmfreund gefällt dieser Trend.
Und doch wundert man sich: Sind Remakes nicht vielleicht ein wirksames Mittel, die Aufmerksamkeit wieder auf oft vergessene Filmperlen zu lenken, die tief in der Filmgeschichte schlummern und nur darauf warten, (wieder)entdeckt zu werden?
Wir haben uns gefragt, welchen Wert alte Filme heute noch haben, und wir haben uns fachkundige Unterstützung ins Haus geholt. Jörg Mathieu, Herausgeber und Chefredakteur von 35 MILLIMETER – DAS RETRO FILMMAGAZIN und seit neuestem auch Veranstalter des Filmfestivals CINEFONIE-TAG, steht uns Rede und Antwort über Sinn und Wert des alten Kinos.
Asta Nielsen in "Dirnentragödie" von 1927. Nutzung: Rechtefrei. Leider aktuell nicht auf Heimvideo verfügbar

06.05.16

Wer die Nachtigall stört (USA 1962) – Dreieinhalb Stufen von Moral und Humanismus

WER DIE NACHTIGALL STÖRT gilt als einer der wichtigsten Filme aller Zeiten – einfühlsam, sensibel, berührend. Ein Film, der von Integrität erzählt. Von Freundschaft, Menschlichkeit, und von Gerechtigkeit. Für seinen Star Gregory Peck wird der Kleinstadtanwalt Atticus Finch, der den Staffelstab des Humanismus an seine Kinder weiterreicht, zur Rolle seines Lebens.
Doch wo so viel Nächstenliebe ist, da ist der Hass nicht weit ...
© Universal Pictures Germany GmbH

01.05.16

Das Dschungelbuch (USA 1967) - Disneys letztes Meisterwerk

1967 erscheint mit DAS DSCHUNGELBUCH einer der bemerkenswertesten Filme von Walt Disney. Nicht nur wird es der letzte Film, den Disney vor seinem Tode persönlich anleitet, sondern auch ein Film, der für ordentlich Zoff in der Oscar-Academy sorgt und auch hinter den Kulissen mächtig Zündstoff bietet – und von dem schließlich das Schicksal des ganzen Studios abhängt.
Vor allem wird DAS DSCHUNGELBUCH ein unsterblicher Klassiker, der ganzen Generationen deutscher Kinder klar macht: Wenn alles hoffnungslos erscheint, dann probier's mal mit Gemütlichkeit.
© Walt Disney Home Entertainment
Jetzt auf DVD und Blu Ray