Manchmal geschieht einem als Filmkritiker etwas Seltsames.
Da erscheint ein Film, der in Lobeshymnen ertränkt wird. Der
sämtliche Preise abräumt, der auf Festivals für Begeisterungsstürme sorgt, und über
den niemand ein einziges Wort verliert, das weniger als eine dahinschmelzende Liebeserklärung
ist.
2015 ist CAROL dieser Film. Umso größer war unsere Vorfreude.
Und umso größer ist unsere Verwunderung nach dem Abspann, darüber, einen seltsam kalten, künstlichen, gefühlsleeren Film gesehen zu haben, der uns nur bedingt gefallen hat. Dabei ist CAROL durchaus ein gut gemachter Film. Trotzdem kann er einem Zuschauer Probleme bereiten. Wir wagen
einen Erklärungsversuch.
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| © Wilson Webb DCM |




