01.07.22

Porträt: Tom Cruise – Der Preis der Furchtlosigkeit

Heute wird Tom Cruise oft als der letzte große Filmstar bezeichnet; die letzte Hollywood-Ikone. Und ja, er ist einer der letzten großen Stars, die schon in den Neunzigern allein mit ihrem Namen die Massen in die Kinos zogen, und das heute noch tun, die ihre Karriere aufbauten und die Spitze erklommen, und dort heute noch stehen. Und niemand steht länger – oder höher – an der Spitze als Tom Cruise, eine Legende unter den Kollegen, ein Garant für Kinoknüller, und doch auch immer wieder Zankapfel unter den Fans. Kaum ein Star polarisiert so stark wie Tom Cruise. Kaum jemand kommt ohne ein „aber“ aus, um Cruise zu beschreiben: „Ich mag ihn ja gerne, aber …“ Oder: „Ich mag ihn zwar nicht, aber …“

Und ja, es ist schwer, Tom Cruise gegenüber keine ambivalenten Gefühle zu haben.  Cruise ist überzeugter Scientologe und eckt immer wieder mit einer seltsam unnahbaren und zugleich hemmungslosen Art an.

Und doch legt Cruise eine Karriere hin, die ihresgleichen sucht – durch harte Arbeit, Begeisterung und eine Furchtlosigkeit, wie sie kein anderer Hollywood-Star mitbringt.

Quelle: DVD "Phantom Protokoll" © Paramount Home Entertainment

04.05.22

Top Gun (USA 1986) – Sprüche, Werbung und Psychosen

Unsere Welt ist voller ungelöster Mysterien: Was steht im Voynich-Manuskript? Wohin verschwanden die Siedler von Roanoke? Wer war Jack the Ripper? Wo steckt das Bernsteinzimmer? Und: Wie konnte ein derart schlechter Film wie TOP GUN zu einem der kultigsten Filme aller Zeiten werden? Vermutlich mit Magie ...

© Paramount Pictures (Universal Pictures)

14.03.21

Mit einer Spur von Midlife-Crisis - Duoscope feiert 7. Geburtstag

Wieder einmal hat sich die Erde um die Sonne gedreht, wieder einmal sind (sogar etwas mehr als) 365 Tage ins Jahr gegangen, wieder einmal sind wir ein Stückchen älter geworden.
Der Rückblick gestaltet sich schwierig – wenig geleistet, Corona, dazu das Gefühl, alt zu werden. Unser vielleicht wehmütigster Rückblick auf ein neues Jahr in der Bloggosphäre ...

@ Duoscope

22.02.21

Ma Rainey‘s Black Bottom (USA 2020) – Gabriels Horn, die Mutter des Blues und Wilsons Amerika

Das Leben ist'n Scheiß. Du kannst es einfach einpacken und locker mit dir rumschleppen. Es hat keine Eier. Der Tod … der Tod hat Stil. Der Tod tritt dir in den Arsch, dass du dir wünscht, du wärst nie geboren worden. So schlimm ist der Tod. Das Leben hast du leicht im Griff. Das Leben ist nichts. Du willst uns weismachen das Leben ist fair und hast kaum was zu beißen.
- Levee

@ Netflix

07.02.21

Porträt: Nick Nolte – Baumhäuser, Wutausbrüche und eine Karriere ohne Image

Wie beginnt man ein Porträt über Nick Nolte? Einen Mann, der von sich selbst sagt: „Ich bin nie lange ein Publikumsliebling geblieben. Ich wurde nie in irgendeine bestimmte Schublade gesteckt. Ich habe sehr hart dafür gearbeitet, immer wieder mein Image zu wechseln.“
Tatsächlich ist Nolte so vielfältig, so wechselhaft in seinen Rollen, seinem öffentlichen Image, dass es schwer fällt zu benennen, was „typisch Nolte“ ist. Und vielleicht ist gerade das sein Markenzeichen. Dass er sich nie auf etwas festlegt. Auf keine Rolle (er spielt nur eine einzige Rolle erneut), auf kein Genre, auf nichts. Und doch gelingt ihm etwas, das kaum jemandem gelingt: Ohne Karriereknick bleibt er fünfzig Jahre aktiv, begeistert Publikum und Kritiker, wird zu einem der berühmtesten Namen der Kinogeschichte – und noch mehr, nämlich Sexsymbol und Boulevard-Liebling.
Und mit achtzig Jahren hat er eine Vita und eine Karriere vorzuweisen, deren Vielfalt und Kreativität kaum ein anderer Schauspieler mitbringt.
Quelle: DVD „Der schmale Grat“ © Twentieth Century Fox